
Vor einigen Tagen musste ich mich auf die Suche nach einem Lampenladen alter Schule machen, um die verspiegelte Glühbirne für unsere Wohnzimmerlampe nachzukaufen. Auf der Neubaugasse (Eigenwerbung: “Die Straße der Spezialisten”) wurde ich tatsächlich fündig in einem Geschäft, dass mit seiner “Weltstadtauswahl” an Lampen wirbt. Das Interieur stammte offensichtlich aus der selben Epoche wie der Slogan - entsprechend gut bestückt waren auch die Regale mit Glühbirnen aller Couleur und Wattzahl. Auf meine Frage, wie denn die langfristige Versorgung mit “E27 60 Watt, klar, silber verspiegelt” einzuschätzen sei, antwortete mir die Verkäuferin, man hätte noch so etwa 100 Stück am Lager, aber neu rein kommt da natürlich nichts mehr.
Schade, schade. Das heisst es wohl bald einen Vorrat anlegen. Aber fast ebenso schade wie das langsame Dahinsiechen der Glühbirne ist das Verschwinden der Glühbirnenschachtel - wo sonst findet man heutzutage noch Verpackungen mit so eleganter Old-School-Grafik? Wenn ich mal wieder einen freien Nachmittag habe, gehe ich in den Lampenladen und schau mir Schachteln an.